In den letzten Wochen und Monaten haben mehrere LehrerInnen auf Twitter unter #BayernEdu gezeigt, wie man Adobe Spark  im Unterricht einsetzen kann. Exemplarisch zu erwähnen sind die Beispiele und Videos von @fraudromedar @herrkoelbl @ivi_unterricht

Dies möchte ich zum dieser Webanwendung/App zum Storytelling, möchte ich meine Erfahrungen wie Adobe Spark bei SchülerInnen mit unterschiedlichen sonderpädagogischen Förderschwerpunkten in den Fächern Geographie, Geschichte und Politische Bildung in den Klassenstufen 7 – 10 eingesetzt wurde und was sich dabei (nicht) bewährt hat.

Insbesondere für Schüler mit dem Förderschwerpunkt „Autismus“ ist es wichtig, dass der Unterricht eine hohen Anteil von Visualisierung und Strukturierung enthält. Aus diesem Grund war es erforderlich, dass kleinschrittig vorgegangen wird, wobei die Erstellung eines Videos der Abschluss des Unterrichtsprojektes bildete. Zunächst wurde das Thema für die Unterrichtsreihe vorgegeben. In diesem und in den letzten Schuljahren waren dies unter anderem die Themen „Menschenrechte“, „Grundrechte“, „Französische Revolution“ und aktuell „Globale Ziele für eine nachhaltige Entwicklung“.

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Anschließend konnten sich die SchülerInnen dazu ein Teilthema aussuchen oder es wurde von mir vorgegeben. Das selbstständige Erstellen eines Text (per Hand oder am Computer) nach vorgegebenen Bewertungskriterien war der erste Arbeitsschritt. Nach der individuellen Rückmeldung und Bewertung der Texte, haben die SchülerInnen vorzugsweise in Kleingruppen das Video erstellt mit Adobe Spark, wobei es klare Vorgaben gab bei der Videoerstellung. Besonders hilfreich für die SchülerInnen war die „6 x 6 -Regel“. Das heißt es dürfen pro Folie maximal sechs Wörter verwendet werden und die Anzeigedauer für eine Folie sollte nach Möglichkeit bei sechs Sekunden liegen. Beim Anschauen der fertigen Videos zeigte sich, dass es gut zu lesen war.

Außerdem sollten die Schüler ausschließlich zur Illustration des Textes ausschließlich Piktogramme oder lizenzfreie Bilder verwendet werden. Der Vorteil von Adobe Spark ist, dass dies mit der App möglich ist. Im Unterricht wurden die Videos ausschließlich mit Hilfe der schuleigenen iPads erstellt, obwohl dies auch am Computer möglich ist. Jedoch erwies sich der Erstellung an den Tablets als wesentlich einfacher.

Zur Leistungsrückmeldung sowie für das Schüler-Schüler-Feedback wurde das Single-Point-Rubric-Verfahren. Die Bewertungskriterien haben die SchülerInnen zu Beginn der Videoerstellung erhalten. Der Vorteil dieser Feedbackmethode ist, dass sowohl bei der Erstellung der Videos wie auch am Ende des Projektes transparent eine qualitative und quantitative Leistungsbewertung durch den Lehrer, die Mitschüler und eine Selbsteinschätzung möglich ist.

SIngle_Point-Rubric

Ergänzend wurden bei einem Unterrichtsprojekt die Videos für eine interaktive Ausstellung verwendet. Dazu wurde die Webanwendung und App Aurasma verwendet. Dazu wurde jedes Video mit einem Triggerbild verknüpft. So konnten SchülerInnen aus anderen Klassen die Videos der interaktiven Ausstellung mit den iPads auf dem Schulflur anschauen.

Aurasma

PS: Natürlich besteht hier erhöhte „Toolifizierungsgefahr„! 😉

 

 

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Ein Kommentar zu „Storytelling mit Adobe Spark – ein Erfahrungsbericht

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